Entries tagged with “Open Innovation” from fundiblog

Frank Piller und Dennis Hilgers haben auf Innovating Innovation den Leitartikel für dieses Monat beigesteuert:

Government 2.0: Impulse für eine Reform des öffentlichen Sektors durch Open Innovation
Neue Ansätze des Innovationsmanagements belegen, dass der Innovationsprozess von Produkten und (Dienst-) Leistungen nicht mehr geschlossen und zwingend innerhalb der unternehmerischen Grenzen stattfinden muss. Das Innovationspotenzial von Firmen hängt im zunehmenden Maße von externem Wissen ab und somit von Umfang und Intensität der Interaktionsbeziehung mit externen Beitragenden. Die systematische Integration bspw. von Kunden und Nutzern in den Entwicklungsprozess trägt entscheidend zur effizienten Gestaltung von Produkten bei, da so zielgenau Kundenbedürfnisse identifiziert und umgesetzt werden können. Begriffe wie Co-Creation, Mass Customization, Interaktive Wertschöpfung oder Open Innovation stehen dabei in Wissenschaft, aber auch in der Praxis für den zunehmenden Erfolg neuer (vor allem internetbasierter) Praktiken und stellvertretend für die Erkenntnis, dass die breite Öffentlichkeit eine Quelle für gesteigerte Innovationskraft und damit für gesteigerten Unternehmenswert darstellen kann.

Netflix, the movie rental company, has decided its million-dollar-prize competition was such a good investment that it is planning another one.

The BellKor team won the $1 Million Prize. The last days were exciting, since the last 30-days (when the BellKor team announced that it had reached the targeted improvement rate) new team emerged trying to beat the BellKor team. More on this in The New York Times.

I still believe in the power of such crowdsourcing processes. However, companies must not mistake such initiatives with marketing fakery (just today I read in this context: Wie man die Nutzer zum Innovationsmotor heranzieht). Too many enthusiasts have been disappointed. Rightly. In the majority of cases, the most difficult part is the internal commitment. Otherwise, one division organises such a process, and after that the whole thing is dead. This does more damage to a company than not engaging in crowdsourcing at all.

Letzte Woche hat im Rahmen der APA-E-Business-Community ein Panel zum Thema “Der Kunde als Innovator” stattgefunden. Viele Fragen blieben unbeantwortet, wohl auch deshalb, weil alles in einem Topf (Open Innovation, Crowdsourcing, Lead User, Prototyping) geworfen wurde. Frank Piller präsentiert das meines Erachtens sehr schlüssig (problem broadcasting (crowdsourcing), need information (lead user), etc), ohne zu sehr zu vereinfachen. Dementsprechend groß war dann auch am Ende die Verwirrung, was denn eigentlich jetzt Innovation und was permanente Produktentwicklung sei.

Heute bin ich über ein Posting gestolpert, das einige der Dimensionen und Abhängigkeiten beschreibt. Auch interessant, dass dies ein Bericht ebenfalls über eine Podiumsdiskussion ist. Zum Beispiel, dass es auch andere Aspekte, als Input zu Ideen / Testing der Ideen gibt:

Another compelling reason for using these tools is to demonstrate to your employees, customers and business partners that you are interested in their ideas and are listening and reacting. In fact this was the original and primary goal of IdeaStorm. I think of this as a “social good” - perhaps hard to quantify but very beneficial for any firm that can establish a good crowdsourcing technique and demonstrate the follow up.

Das ist auch eine Erfahrung, die ich u.a. mit dem Entwicklerwettbewerb für die mobilkom, A1 InnovationDays und den Innovationslabors für die Telekom Austria, net.culture.labs, gemacht habe. Oft geht es gar nicht um konkrete Produkte, sondern ein viel höherer Wert ist das Gespräch mit den “digital natives” (oder wie auch immer man sie bezeichnen mag). Das kann die Unternehmenskultur einer Organisation (zwar langsam) aber nachhaltig in Richtung Innovationskraft ändern.

A1 InnovationDays


Im Kloster Und hat vom 29.8.-1.9.2008 der Prototyping Sprint A1 InnovationDays stattgefunden. 5 Teams wurden eingeladen, ihre Idee prototypisch umzusetzen. Es war eine fantastische Zeit und die Entwickler leisteten Unglaubliches. Daniel-Constantin Mierla (Gründer openSER, jetzt openSIPS) hat einen wunderbaren Auftakt am Freitag geschaffen. Schade, dass es nur einen Sieger geben konnte, es waren 3 Ideen so knapp, dass die Jury eine Stunde lang diskutierte.

Das freut mich natürlich, nach der doch sehr intensiven Vorarbeit und Umsetzung dieser Initiative. Erste Gespräche mit A1 gab es zu Weihnachten 2007, dann begann ich mit der Planungsarbeit für den Wettbewerb. Online war er Ende Juni. Durch die Begeisterung beflügelt, sind wir bereits gemeinsam mit A1 am überlegen, was das Thema für die nächsten A1 InnovationDays sein könnte. Vorschläge natürlich willkommen.

Zwei Entwickler haben schon gebloggt, Franz Knipp, vom Siegerteam und Hermann Stern vom Thunderbird Plug-In Team, ganz knapp an 2. Stelle.

Um weitere Eindrücke vom Vibe im Kloster zu bekommen, hier einige Links:

Fotos

Erfrischender Bericht in der futurezone

heise berichtete ebenfalls

Klassische PR

Es gibt auch ein Wiki zum Prototyping Sprint, mit sehr vielen Infos rund um den Sprint, aber auch detaillierte Projektbeschreibungen.

Und gleich der nächste Ideenwettbewerb: nach den erfolgreich angelaufenen A1 InnovationDays (die ersten Zwischenpreise wurden vor 2 Tagen vergeben: 4 Nokia N95 für diese Idee und 1 USB Datastick für diese Idee), ist heute der Wettbewerb “zukunft // zuhause” angelaufen. Gesucht werden Ideen für das Zuhause 2020.

StudentInnen können bis zum 14. September 2008 und SchülerInnen unter 19 Jahren bis 2. November 2008 ihre Ideen und Vorschläge für Anwendungen und Produkte des Zuhauses der Zukunft unter utopia@netculture.at einbringen. Die besten Vorschläge werden dann in Workshops - “utopia department” genannt - mit Unterstützung von Coaches als Prototypen umgesetzt und getestet. Für StudentInnen, die mit Ideen und Umsetzungskraft gemeinsam arbeiten möchten, finden die “senior utopia departments” von 6. Oktober bis 24. Oktober 2008 statt. In den “junior utopia departments” von 3. Jänner bis 5. Jänner 2009 entwickeln SchülerInnen ihre Ideen einer Wohnwelt 2020.

Das Ganze findet im Rahmen der net culture labs statt.

Kurzer Beitrag in der Futurezone (aufgrund der Kooperation mit dem paraflows Festival).

Thanks to Raimund, I stumbled upon an interesting article titled Opening Up - How R&D is changing in the telecommunications sector today (PDF), issued by the Economist Intelligence Unit. One of the key findings is that telecom firms are increasingly embracing Open Innovation that at the same time requires an organisational upheaval. This is nothing new, but it shows - since the findigs of the study are based on interviews within the telcom industry - that decision makers are becoming clearer about the implications of a more open approach towards innovation.

After the successful operation of the netculturelab (now for the second year), I am currently planning an open innovation approach for one of the main mobile network operator in Austria. The project will be online on the first of July this year and I will be announcing regarding news soon.

Ich freue mich, bei den von Meral Akin-Hecke hervorragend organisierten Digitalks auch ein Thema vorstellen zu dürfen. Gemeinsam mit Werner Buhre geht es beim 6. Digitalk um Open Innovation & Crowdsourcing. Da ja bei den digitalks möglichst keine Präsentationen (Powerpoint, Keynote etc) verwendet werden sollen, stelle ich hier mein Template für den Abend vor.

OPEN INNOVATION
Der Begriff stammt von Henry Chesbrough, Professor für Management an der University of California. Ich mag es, wenn man die Person “kennenlernt”, von der gesprochen wird, daher ein kurzes Video über Open Innovation.

Es geht also um ein Pardigmawechsel vom alten Model des “Closed Model” zu einem neuen Model, das Chesbrough “Open Model”: nennt. Warum ist der (nicht) neue Ansatz momentan so präsent?

  • weltweit verteiltes Wissen ist mittels IKT leicht und günstig zugänglich
  • Internet als Enabler; funktioniert aber auch ohne
  • Komplexität steigt (innovation timeline, erfolgreiche Google Applikationen meist zugekauft: YouTube, Blogger, Google Earth, Google Docs)
  • es sind meist mehr Ideen vorhanden, als umgesetzt werden können -> Spin-offs, gemeinsame Projekte etc
  • Unterschiedliche Welten zwischen Lösungsknow-how (innerhalb von Organisationen) und Know-how von Bedürfnissen (User, Kunden) -> Grundproblem bei Innovationen

Das Open Innovation Modell baut auf 2 Prämissen:

  • Öffnung der organisatorischen Mauern in 2 Richtungen: von außen nach innen (zB Lead User (Eric von Hippel), Ideen von Lieferanten, Marketing durch Kunden, Projekte mit Geschäftspartnern, Expertise von Akademia etc) und von innen nach außen (Lizenzen, Joint Ventures, Spin-offs etc)
  • Findet entlang des gesamten Innovationsprozesses statt, von der Ideengenerierung bis zur Platzierung am Markt (also nicht nur - was oft übersehen wird - im ersten Schritt, der Ideengenerierung)

Darstellung Innovationsprozess

Es geht also beim Open Innovation Ansatz um eine ganzheitliche (Innovations/Marketing/Kommunikations-)Strategie, wie diese Öffnung in beide Richtungen für die jeweilige Organisation umgesetzt und gelebt werden kann. Der “richtige” Mix (Masse (Crowd), Partnerschaften, Spin-offs etc) ist entscheidend und bedarf oft einer (starken) Änderung der Unternehmenskultur.

CROWDSOURCING
Crowdsourcing represents the act of a company or institution taking a function once performed by employees and outsourcing it to an undefined (and generally large) network of people in the form of an open call. This can take the form of peer-production (when the job is performed collaboratively), but is also often undertaken by sole individuals. (Howe 2006)

Viele weitere Begriffe für ähnliche Überlegungen: Wikinomics, Crowdsourcing, Cocreation, Interaktive Wertschöpfung (Piller), Schwarmintelligenz etc

WARUM IST DAS GANZE RELEVANT?

  • Wie schaffe ich eine Nachfrage für ein Produkt, das noch nicht existiert, von einer Firma, von der noch niemand etwas gehört hat, auf einem umkämpften Markt mit starken Platzhirschen, ohne einen Cent für klassische Werbung auszugeben, ohne eigene Produktion, ohne Mitarbeiter und überhaupt ohne Kapital? (Brandeins): Brewtopia: 2002/Gründung: innerhalb von 13 Wochen Produktrealisierung | 140 Emailkontakte -> 16.000 Brewtopisten (=Markenbotschafter) | 2006 Gang an die Börse | 2007: Versand von Bier, Wasser und Wein in 50 Länder
  • Eine halbe Million $ Profit pro Monat, ohne Risiko, kein Kapitalinvestment und (fast) keine Mitarbeiter (Piller): Threadless (deutscher Ableger Spreadshirt): keine eigene Designabteilung, Unterstützung der User (Enabler), Problem Broadcasting (keine Suche nach kreativen Talenten), sehr effizientes Screening
  • Innocentive: Bsp.: Gesucht wird ein effizienter, praxisorientierter Syntheseweg für 6-Phenyl-Pyridyl-Derivate, der ohne Metallkatalysatoren für eine Kohlenstoffatomverbindung zwischen Pyridin und den Phenylringen auskommt; Studie von Karim Lakhani, HBS -> bereits intern am Problem gearbeitet (6 Monate - 2 Jahre) | 30% der intern nicht gelösten Probleme konnten gelöst werden, 45% erhielten Award | Durchschnittlich der Preise für Lösungen: $30.000 | Durchschnittliche Zeitaufwand der Sieger: 74 Stunden | Kosten für Unternehmen (pro Challenge): $60.000, dabei $10.300.000 an Wert generiert |
  • 1 Mio. Dollar für einen besseren Algorithmus (Verbesserung > 10% gegenüber Cinecatch) bei der Empfehlung von Videos: es haben sich bereits 30.000 Leute aus über 100 verschiedenen Ländern angemeldet und fast 20.000 Algorithmen eingesandt | Team von AT&T: Verbesserung um 8,5% ($50.000)
  • 10 Mio.$ für coole Applikationen, die mobile User überraschen und begeistern - Android Challenge

AUF WAS MUSS BEI OPEN INNOVATION & CROWDSOURCING GEACHTET WERDEN?

  • Problemstellung ausrufen (Contest -> Design sehr wichtig: zB genau Problembeschreibung!), nicht nach Lösungen fragen -> Zugang zu Information von Userbedürfnissen
  • Ganularität beachten und durch entsprechende Tools möglichst einfach zugänglich machen: lokales Wissen, Kollaboration, Emergenz etc
  • Es müssen alle etwas davon haben
  • Hohe Heterogenität herbeiführen -> Spezialisten/Domänenwissen innerhalb der Unternehmen aufbrechen
  • Motivation: intrinsische (Problem zu lösen, Anerkennung in der Community, sich selber beweisen, eigene Nutzung, Brandbegeisterung (Apple) -> Kontakt mit Unternehmen) Aspekte meist wichtiger als extrinsische (Geld, Award)
  • Authentizität, Transparenz, Kommunikation (wirkliches Interesse an der Meinung der User?, Reaktion auf die Mitarbeit der User?, Wertschätzung der Beiträge, Interne Infos preisgeben, Zeit? etc)
  • Cluetrain Manifest
  • Wie erreicht man die kreative Elite?
  • Wie es nicht gemacht werden soll: E.On Power Mix Konfigurator

Anmerkung nach der Veranstaltung:
DIe beiden Aufgaben (Aufgabe 1, Aufgabe 2) haben mit dem fantastischen Publikum wirklich Spaß gemacht!

tf consulting hat für das net.culture.lab nach dem Projektcamp ein Trendcamp organisiert und moderiert. Einige Teilnehmerreaktionen sind bereits online (Mitarbeiter der TA, digitalks und Team Teichenberg) und beschreiben den Charakter des Camps recht gut.

Frank Piller hat am Vorabend einen exzellenten Vortrag zu Open Innovation gehalten, am darauffolgenden Tag haben ca. 25 Leute ihre Ideen (zum Thema Open Innovation) präsentiert und gemeinsam mit Hilfe der von Markus Peschl und mir entwickelten Mapping-Methode eine Landkarte mit Themenfeldern, Annahmen und konkreten Projekten kreiert. Frank Piller hat auf seinem Blog auch eine lesenswerte Zusammenfassung geschrieben.

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Ich war von den Statements am Ende des 2. Tages überwältigt, wie gut das Format funktioniert. Das nächste Trendcamp wird im April zum Thema “Design Thinking” stattfinden.

Peter Gloor working at the MIT Center for Collective Intelligence (not surprinsingly, this is also the place where Eric von Hippel teaches) held a talk at Google about Collaborative Innovation Networks (Swarm Creativity). He explained how he and his colleagues applied the method of social network analysis (SNA) in order to identify key players (innovators) and key topics. This will then eventually lead to - according to Peter Gloor - Cool Hunting (identification of trends).

I have looked at the Tool Peter mentioned they are deploying for the SNA, but it seems that the latest version is being hidden behind the scientific wall. I am quite familiar with the work of the Austrian SNA-pioneers, fas.research, and their presentations and visualisations seem much more robust. However, I must admit that I don’t have any detailed information about Peter Gloor’s work.