Entries tagged with “EnablingSpace” from fundiblog

Die Akademie der bildenden Künste und die TU Wien haben uns eingeladen, bei der Konzeption des Jahresmuseums “Fliegende Klassenzimmer” mitzuwirken. Wir haben uns auf den “Feedback-Prozess” konzentriert. Freue mich schon sehr darauf, die konkrete Umsetzung zu sehen und erleben. Am 13. November wird die Ausstellung in Mürzzuschlag eröffnet.

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Die Räume, in denen wir lernen und lehren, haben sich seit über hundert Jahren kaum verändert. Nach wie vor ist das Klassenzimmer im Format von 9 × 7 m der vorherrschende Ort eines im Stundenrhythmus getakteten Unterrichts, obwohl sich PädagogInnen und ArchitektInnen einig sind, dass zeitgemäße Unterrichtsprinzipien vielfältiger sind und entsprechende Raumformen brauchen. Das Thema der Ausstellung ist die Wechselbeziehung zwischen dem architektonischen Raum und dem Lehren und Lernen. Sie richtet sich an alle, die direkt oder indirekt mit Bildung und ihren räumlichen Rahmenbedingungen zu tun haben, vor allem an SchülerInnen, LehrerInnen, Eltern, ArchitektInnen und PolitikerInnen. Sie bietet die Möglichkeit, sich über die Entwicklung des Schulbaus und deren Hintergründe zu informieren, den Umgang mit Raum in 1:1-Installationen spielerisch zu erforschen und eigene Visionen für die “Schule der Zukunft” zu entwickeln.

Am 2. September werde ich am Wissenstag Österreich 2009 unsere Überlegungen zum Enabling Space vorstellen. Der Titel lautet “Wissensarbeit an der Schnittstelle zwischen Communities und Organisationen”. Außerdem werden wir im Rahmen der I-KNOW ‘09 ein neues Vernetzungsprojekt für die Forschungsthemen von FIT-IT (Embedded Systems, Semantic Systems, Systems on Chip, Trust in IT Systems, Visual Computing, (Computational Mathematics)) vorstellen, das momentan gerade in der beta-Phase getestet wird.

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Studierende (größtenteils BWL) der Johannes Kepler Universtität Linz haben gestern ihre Abschussarbeiten vorgestellt. Aufgrund unserer ablehnenden Haltung gegenüber Powerpoint Präsentationen, sahen wir auch nicht viel in diese Richtung. Markus Peschl und ich waren gestern wirklich begeistert, mit welchem Einfallsreichtum und welcher Qualität die Studierenden ihre Arbeiten zum Thema Enabling Spaces präsentiert haben. Einige der Studierenden haben ihr InnovationJournal online geführt (aus der Gruppe Spacecowboyzh & -girlz, aus der Gruppe Innospace, noch einmal aus der Gruppe Innospace).

Eindrücke und ein Video aus den Präsentationen

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Pixel Hotel

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Interessante Idee, die Besucher per Hotelzimmer die Locations (im Rahmen der Kulturhauptstadt Linz 2009) erleben zu lassen.

Im Herzen des Linzer Franckviertels liegt das Pixel im Garten. Eine ehemalige Arbeiterwohnung und ein Geschäftslokal haben sich hier zu einem geräumigen Hotelzimmer vereint. Aus der Verkaufsfläche entstand ein Wohnraum mit Garten, der vor neugierigen Blicken durch das Schaufenster schützt und an den ursprünglichen Baustil im Franckviertel erinnert.

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Designing Chaos

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An old, but still absorbing story about the TBWA Chiat/Day advertising agency which former boss Jay Chiat completly redesigned, but failed. From the Wired-article from 1999:

Before long, there was a beeline for the only vestiges of a conventional workplace - the enclosed “project rooms.” In LA and, later, in the New York virtual office, these rooms had been designated for clients, or agency groups working for a particular client. But in the frantic attempts to escape from open space, nobody much cared who they were designated for. “The rooms would quickly fill up with people,” says freelance copywriter Paul Spencer, “and then they’d say to everyone else, ‘Get out - this is mine!
It was a high crime to leave any stuff in the project rooms, or on the tables out on the open floor, or anywhere. But since the lockers were too small to hold much more than personal mementos, people began to lug armfuls of stuff - important papers, contracts, storyboards - as they slogged through the space. (Monika Miller, at least, still had her wagon; who was laughing now?) People started hiding their stuff in corners. And then they’d forget where they’d hidden it. “Every day,” says Miller, “there’d be these frantic email messages like, ‘Has anybody seen my binder? Does anyone know where my files are?
They’d dart in at six in the morning, grab equipment, hide it somewhere, and maybe catch a couple more hours’ sleep before the virtual workday began. This didn’t sit well with Rabosky and others: “Damned if I was going to get up at six in the morning to get a phone,” he says. “I had to put my foot down. I told my assistant, ‘Go in there at six in the morning, get me a phone and computer, and hide it till I get there.
Creative directors couldn’t find their copywriters. Calls to portable phones were answered by voicemail; by the time the calls were returned, the original inspiration had passed. Even if people were in the office, “the simple processes of finding a human being were gone,” Cooke says. “Where would an art director be? One wouldn’t know. I can remember coming back from a presentation and being unable to find my creative department for two days.

Im Zuge einer Studie (kollaborative Arbeitsräume) für departure Wien habe ich Daniel Häni interviewt. Er hat ein ehemaliges Bankgebäude in einen Wissensproduktionsort verwandelt. Im Brandeins-Interview (empfehlenswert zu lesen) formuliert es das so:

Es gibt viel Bedarf für Ideen, wie man unsere Welt verbessern könnte, aber es gibt wenig Platz. Als wir dieses Bankhaus übernahmen, dachte ich: Das hier muss ein Arbeitsraum fürs Ungewisse werden.”

Gemeinsam mit Andreas Kriwak (Universität Innsbruck) und Markus Peschl (Universität Wien) arbeite ich schon seit einiger Zeit am Konzept des “Enabling Space”. Aus unterschiedlichsten Disziplinen arbeiten wir relevante Kriterien für Innovations/Wissenarbeitsräume ab. Mit Hilfe dieser Kriterien ist es möglich, Vorgaben für die mehrdimensionale Gestaltung von Innovationsräumen auszuarbeiten. Dies kann dann Vorlage für die tatsächliche Ausgestaltung sein: Architekten, Designer, Büromöbelhersteller. Es geht aber eben nicht nur um die tangiblen Aspekte, sondern sehr stark auch um Vertrauen, Innovationstechniken, Protoypingprozesse etc.

In der Zwischenzeit ist auch Hänis Filmprojekt zum Grundeinkommen abgeschlossen und der Film wurde bereits in einigen Kinos gespielt. Mehr Information zur Initiative Grundeinkommen findet sich in diesem Blog. Ich habe den Film noch nicht gesehen, bin aber schon sehr gespannt.

Last week I spent a highly interesting day at the Google Labs in Zürich. The architect and designer responsible for the recently opened Google complex, Stefan Camenzind, gave us a detailed insight in the design of the offices and spaces.

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What really fascinated me was not so much the concrete manifestations of the objects (informal meeting rooms, open offices, relaxation areas etc), but rather how it come to these realisations. The guiding vision or values that had to be translated into tangible outcomes. This thinking has many overlaps with our developed framework of emergent innovation, especially with the concept of enabling spaces, what was also the reason for the visit. Together with Markus Peschl, I am currently working on a framework that can structure the elements and approaches of designing such enabling spaces (in the context of innovation, or more generally, in the creation of new knowledge). The following dimensions will be translated into concrete guidlines for the creation of enabling spaces:

  • physical/architecture
  • technological
  • cognitive
  • neuronale
  • emotional
  • intellectual
  • social
  • cultural
  • inter-cultural

Gestern hat Richard Barbrook (Information über ihn im Falter-Interview) im Museumsquartier sein neues Buch Imaginary Futures vorgestellt. Sehr gute Präsentation über die Auswirkungen der Entwicklung in den 40er, 50er, 60er Jahres des letzten Jahrhunderts auf das heutige (technologische, gesellschaftliche) Setting. Besonders interessant fand ich die Erwähnung gleich zu Beginn “The future is what it used to be”. Barbrook möchte damit sagen, dass unsere Gegenwart von den Trends/Prophezeiungen die in der Vergangenheit gemacht wurden, bestimmt ist. Im Falter-Interview sagt er hierzu:

Wenn all das ideologisch gefärbte Utopien sind: Was macht dann die „echte” Gegenwart aus? Es ist eine Gegenwart im Fluss, voller Ambiguität. Der Kalte Krieg ist zu Ende, die Apartheid abgeschafft, in den meisten Teilen der Welt hat die Demokratie gesiegt. Die traditionelle Macht ist eigentlich schwach ausgeprägt. … Aber aufgrund dieser Internet-Utopie sehen viele Menschen gar nicht, was man in der Wirklichkeit alles tun kann, um die Welt zu verändern. Es ist nicht das Internet, das die Welt verändern wird, es sind die Menschen. Und die sind in einer stärkeren Position als je zuvor in der Geschichte. Dazu kommt, dass das wirkliche Problem nicht darin besteht, den IMF zu besiegen. Sondern darin herauszufinden, was als nächstes zu tun ist.

Jedoch geht Barbrook noch weiter, indem er feststellt, dass - um die Gegenwart zu verstehen - die Zukunft verstanden werden muss. Dieser Aspekt ist auch zentraler Bestandteil eines Projektes, das ich gemeinsam mit Markus Peschl gerade umsetze: “EmergenteInnovation”. Otto Scharmer’s Überlegungen zur U-Theory fliessen stark in das Innovationsprojekt ein, unter anderem, was Otto Scharmer über die Identifizierung von radikal Neuem sagt: “Learning from the Future as it emerges”.

Learning from the Future is vital to innovation. Learning from the future involves intuition. It involves embracing high levels of ambiguity, uncertainty, and willingness to fail. It involves opening ourselves to the unthinkable and sometimes attempting to do the impossible. But the fears and risks are balanced by feeling ourselves part of something important that is emerging that will truly make a difference.

Hierzu arbeiten wir mit den Teilnehmern verschiedener Organisationen in einem sogenannten “EnablingSpace”, der einen geschützten (physischen, sozialen, intellektuellen, technologischen) Raum bietet, um die fragilen Ideen zu schützen und das Lernen von der Zukunft zu ermöglichen.

Gestern hat Richard Barbrook (Information über ihn im Falter-Interview) im Museumsquartier sein neues Buch Imaginary Futures vorgestellt. Sehr gute Präsentation über die Auswirkungen der Entwicklung in den 40er, 50er, 60er Jahres des letzten Jahrhunderts auf das heutige (technologische, gesellschaftliche) Setting. Besonders interessant fand ich die Erwähnung gleich zu Beginn “The future is what it used to be”. Barbrook möchte damit sagen, dass unsere Gegenwart von den Trends/Prophezeiungen die in der Vergangenheit gemacht wurden, bestimmt ist. Im Falter-Interview sagt er hierzu:

Wenn all das ideologisch gefärbte Utopien sind: Was macht dann die „echte” Gegenwart aus? Es ist eine Gegenwart im Fluss, voller Ambiguität. Der Kalte Krieg ist zu Ende, die Apartheid abgeschafft, in den meisten Teilen der Welt hat die Demokratie gesiegt. Die traditionelle Macht ist eigentlich schwach ausgeprägt. … Aber aufgrund dieser Internet-Utopie sehen viele Menschen gar nicht, was man in der Wirklichkeit alles tun kann, um die Welt zu verändern. Es ist nicht das Internet, das die Welt verändern wird, es sind die Menschen. Und die sind in einer stärkeren Position als je zuvor in der Geschichte. Dazu kommt, dass das wirkliche Problem nicht darin besteht, den IMF zu besiegen. Sondern darin herauszufinden, was als nächstes zu tun ist.

Jedoch geht Barbrook noch weiter, indem er feststellt, dass - um die Gegenwart zu verstehen - die Zukunft verstanden werden muss. Dieser Aspekt ist auch zentraler Bestandteil eines Projektes, das ich gemeinsam mit Markus Peschl gerade umsetze: “EmergenteInnovation”. Otto Scharmer’s Überlegungen zur U-Theory fliessen stark in das Innovationsprojekt ein, unter anderem, was Otto Scharmer über die Identifizierung von radikal Neuem sagt: “Learning from the Future as it emerges”.

Learning from the Future is vital to innovation. Learning from the future involves intuition. It involves embracing high levels of ambiguity, uncertainty, and willingness to fail. It involves opening ourselves to the unthinkable and sometimes attempting to do the impossible. But the fears and risks are balanced by feeling ourselves part of something important that is emerging that will truly make a difference.

Hierzu arbeiten wir mit den Teilnehmern verschiedener Organisationen in einem sogenannten “EnablingSpace”, der einen geschützten (physischen, sozialen, intellektuellen, technologischen) Raum bietet, um die fragilen Ideen zu schützen und das Lernen von der Zukunft zu ermöglichen.

Project Red Stripe

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Now, that the Economist Group’s experiment with the project red stripe has officially ended, it is time to read throught the reflections on the project blog (a quick overview about the project can be found at the FAQs, but basically the idea was that a team of six Economist Group employees from around the world develop something that is innovative and web-based and bring it to market).

The final outcome is termed Lughenjo, which is being described as

it will be a global platform that helps to offset the brain drain, by making expertise flow back into the developing world

In congratulate the Economist for supporting and facilitating this experiment, since it seems that the concerted development work over a time-span of 6 months has contributed highly towards a better understanding of innovation proceses and cultural issues among those being involved. Of course, since the project team was still strongly tied to the core company, the group had to go through difficult times which might not always have been in favor for the project. In this context, it seems somehow strange for my that they welcomed ideas from outside the company, but then decided to stop announcing the selected idea. There were several reasons given, inter alia, the fear of pinching the idea. Looking at the final solution, I wonder what is so new that has not been around before.

At net.culture.lab we follow another approach and openly announce the projects that are being supported and nurtured.

Gedanken und Vorbereitung zu dem Pressegespräch im Rahmen der Eröffnung von net.culture.lab über die Themen EnablingSpace und Transmission.

Zu der Idee des EnablingSpaces arbeite ich gerade mit einem Kollegen von der Universität Wien zusammen, und wir sind auf sehr gutem Weg, bald erste Ergebnisse zu präsentieren. Im Herbst soll es dazu auch eine eigene Webseite geben.