Entries tagged with “APA” from fundiblog
Frank Piller und Dennis Hilgers haben auf Innovating Innovation den Leitartikel für dieses Monat beigesteuert:
Government 2.0: Impulse für eine Reform des öffentlichen Sektors durch Open Innovation
Neue Ansätze des Innovationsmanagements belegen, dass der Innovationsprozess von Produkten und (Dienst-) Leistungen nicht mehr geschlossen und zwingend innerhalb der unternehmerischen Grenzen stattfinden muss. Das Innovationspotenzial von Firmen hängt im zunehmenden Maße von externem Wissen ab und somit von Umfang und Intensität der Interaktionsbeziehung mit externen Beitragenden. Die systematische Integration bspw. von Kunden und Nutzern in den Entwicklungsprozess trägt entscheidend zur effizienten Gestaltung von Produkten bei, da so zielgenau Kundenbedürfnisse identifiziert und umgesetzt werden können. Begriffe wie Co-Creation, Mass Customization, Interaktive Wertschöpfung oder Open Innovation stehen dabei in Wissenschaft, aber auch in der Praxis für den zunehmenden Erfolg neuer (vor allem internetbasierter) Praktiken und stellvertretend für die Erkenntnis, dass die breite Öffentlichkeit eine Quelle für gesteigerte Innovationskraft und damit für gesteigerten Unternehmenswert darstellen kann. …
Christian Stary hat auf Innovating Innovation den Leitartikel für dieses Monat beigesteuert:
“Kreative Ökonomie” braucht Lernende Organisationen
In jüngster Zeit dreht sich alles darum, was wir aus der Finanz- und der damit einhergehenden Wirtschaftskrise lernen. Kommt es zur “Kreativen Ökonomie”, wie es Matthias Horx im aktuellen Trendreport darlegt, dann braucht es eine Neuordnung des Wirkens bzw. Zusammenwirkens von Organisationen und Akteuren aller Gesellschaftssysteme. Seiner Ansicht nach wird sich ein neuer Kooperationsmodus zwischen Markt, Individuum, Staat und Zivilgesellschaft herausbilden. Zentrales Merkmal dieser neuen Form des Zusammenwirkens werden Rückkoppelungsbeziehungen darstellen, welche die Ordnung und Qualität von Interaktionen bestimmen. …
Seit einigen Monaten bespielen wir die Plattform ZukunftWissen der Austria Presse Agentur. Das Special Feature Innovating Innovation - wie kommt das Neue in die Welt? soll Lust auf das Neue machen, sowie Innovation neu denken, um überraschende Denkanstöße und Einsichten zu erhalten (weiterlesen). Getragen wird das Dossier von monatlich erscheinenden Leitartikeln. Letzte Woche ging der Artikel von Florian Brody online und ergänzt gut die bisher erschienen Beiträge (Ernst von Glasersfeld, Alexander Riegler, Markus Peschl, Robert Bauer und Thomas Fundneider).
THEMA | Innovation ist eine Frage der “rechten” Einstellung - Von Florian Brody
Wien/San Francisco (APA-ZukunftWissen) - Es fehlt an Innovation. Wir brauchen mehr Innovation. Jemand muss da dringend etwas machen. Das unbestimmte Gefühl, technologisch, gesellschaftlich aber auch individuell auf der Stelle zu treten und Existierendes zu replizieren statt Neues zu schaffen, lässt sich auch bestätigen. Statistische Auswertungen und fundierte Analysen von Produktionsprozessen lassen nachweisen, dass Innovation im Argen liegt. Entwicklungen im Umwelt- und Energiebereich, der medizinischen Forschung oder der Raumfahrt kommen nicht so schnell voran, wie wir es uns letztes Jahrhundert erhofft und vorgestellt hatten …
Letzte Woche hat im Rahmen der APA-E-Business-Community ein Panel zum Thema “Der Kunde als Innovator” stattgefunden. Viele Fragen blieben unbeantwortet, wohl auch deshalb, weil alles in einem Topf (Open Innovation, Crowdsourcing, Lead User, Prototyping) geworfen wurde. Frank Piller präsentiert das meines Erachtens sehr schlüssig (problem broadcasting (crowdsourcing), need information (lead user), etc), ohne zu sehr zu vereinfachen. Dementsprechend groß war dann auch am Ende die Verwirrung, was denn eigentlich jetzt Innovation und was permanente Produktentwicklung sei.
Heute bin ich über ein Posting gestolpert, das einige der Dimensionen und Abhängigkeiten beschreibt. Auch interessant, dass dies ein Bericht ebenfalls über eine Podiumsdiskussion ist. Zum Beispiel, dass es auch andere Aspekte, als Input zu Ideen / Testing der Ideen gibt:
Another compelling reason for using these tools is to demonstrate to your employees, customers and business partners that you are interested in their ideas and are listening and reacting. In fact this was the original and primary goal of IdeaStorm. I think of this as a “social good” - perhaps hard to quantify but very beneficial for any firm that can establish a good crowdsourcing technique and demonstrate the follow up.
Das ist auch eine Erfahrung, die ich u.a. mit dem Entwicklerwettbewerb für die mobilkom, A1 InnovationDays und den Innovationslabors für die Telekom Austria, net.culture.labs, gemacht habe. Oft geht es gar nicht um konkrete Produkte, sondern ein viel höherer Wert ist das Gespräch mit den “digital natives” (oder wie auch immer man sie bezeichnen mag). Das kann die Unternehmenskultur einer Organisation (zwar langsam) aber nachhaltig in Richtung Innovationskraft ändern.