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27.07.09
Radikale Veränderungen
Ein zu meiner Leidenschaft passendes Interview mit Viktor Mayer-Schönberger über radikale Veränderungen. Lesenswert. Auszüge daraus:
ps: Warum der Journalist immer auf amazon Referenzen verlinkt, ist mir unklar.
Innovationen können nur dann wirkliche Änderungen bewirken, wenn sie radikale Einschnitte sind. Man nehme das Beispiel iPod von Apple. Das Gerät ist nicht etwa aus einer Open-Source-Bewegung entstanden, sondern in der Forschungsabteilung bei Apple. Es war eine radikale Innovation, zu der sich Apple konsequent entschieden hat, was auch im Unternehmen zu großen Veränderungen geführt hat. Und dazu muss man Apple verstehen. Das Unternehmen hat sich immer wieder zu radikalen Innovationen entschieden, ohne dass die Kunden sich abgewendet hätten. Das Gegenteil ist der Fall. Die Kunden haben den Bruch mit den Traditionen, mit den alten Produkte, mitgemacht. Nicht nur beim iPod, sondern auch schon zuvor war das der Fall. Apple hat das alte Betriebssystem OS 9 weggeworfen und durch ein neues ersetzt. … Das könnte man sich bei Microsoft so nicht vorstellen, weil sie zu viel Angst haben vor radikalen Veränderungen.
Kann sein, dass neun Projekte nichts sind, das man sogar jäh versagt. Aber wenn es genau das zehnte ist, das so richtig abhebt, das eine radikale Innovation bedeutet, dann ist das ja gut so. Dazu muss man sich einfach bekennen. Die Botschaft muss daher lauten: Versagen ist OK. Ich fordere, dass man sogar tief greifendes Versagen zulassen muss, denn man muss auch nicht immer erfolgreich sein. Wenn man das Versagen nicht zulässt, dann kann man auch sagen, dass nichts gewagt wird.
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