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6.11.07
Ideen anstelle von Projekt/Businesspräsentationen
Letztes Monat habe ich in Dornbirn eine barcamp-ähnliche Veranstaltung im net.culture.lab organisiert und es überrascht mich immer wieder, welchen Mehrwert eine intensive und präzise Vorbereitung hervorbringt. O-Töne von Teilnehmern waren:
It was a great opportunity for us to be part of that special day.
Der Tag hat für mich sehr wertvolles Feedback gebracht, von unterschiedlichen Leuten aus unterschiedlichen Kontexten.
Es war sehr wichtig für mich zu hören, wie die unterschiedlichen Personen auf meine Präsentation reagieren.
Eine super Diskussion. Ich war zu Beginn skeptisch. Die Projekte, aber vor allem die Themen, die in der Diskussion entstanden sind, haben mir viel gebracht.
Für mich waren die großen Ideen hinter den Projekten spannend, die das Potential für einen radikalen Durchbruch haben.
Eine gute Vorbereitung ist zeitintensiv. Die zentralen Punkte, die meines Erachtens jedoch unbedingt berücksichtigt werden müssen, sind :
- Auswahl der Teilnehmer: gute Gespräche hängen weniger von den Themen ab, als vielmehr von den teilnehmenden Personen. Auch müssen diese untereinander harmonieren. Ein persönliches Gespräch vor der Veranstaltung mit jedem Teilnehmer ist daher unerlässlich.
- Auswahl des Themas: Völlig offene Diskussionen / Dialoge mögen zwar interessant sein, sind aber schwer auf ein gemeinsames Ziel hin auszurichten. Daher ist ein zentrales Thema sehr wichtig und sollte auch klar an alle teilnehmenden Personen kommuniziert werden.
- Briefing der Teilnehmer: die Teilnehmer müssen genau verstanden haben, was von ihnen erwartet wird, in welcher Form die Präsentation stattfinden soll, welcher zeitliche Rahmen zur Verfügung steht etc. Bei dem Projektcamp habe ich den Fokus der Präsentationen weg von den eigentlichen Projekten und hin zu den dahinterliegenden Ideen / Annahmen geführt. Dies muss allen Teilnehmern klar sein, sonst funktioniert der anschließende Austausch nicht. Wie aus den Rückmeldungen ersichtlich, war dies der zentrale Mehrwert.
- Planung des Ablaufs: beinhaltet unterschiedliche Dimensionen, wie: Verpflegung (genaue Abstimmung mit dem Programm), Übersicht über den Tag, Contigencies überlegen (wo ist Luft?, wo muss die Zeit unbedingt eingehalten werden?), ein Framework für den gesamten Ablauf vorbereiten. Der Punkt ist nicht, dass dieser “Plan” genau eingehalten werden muss (das würde auch dem barcamp-Charakter widersprechen), sondern dass ein Gerüst vorhanden ist - das entsprechende Adaptationen zulässt, um die Ziele der Veranstaltung zu erreichen.
- Location: sollte dem Charakter der Veranstaltung entsprechen. Dies ist nicht immer möglich, beim Trendcamp hatten wir einen wunderbaren Raum.
- Dokumentation der Ergebnisse: ich habe schon oft interessante Gespräche im Rahmen von Veranstaltungen erlebt, die jedoch danach rasch verpufft sind, da die Ideen / Überlegungen nicht weitergetragen wurden. Die Dokumentation kann ganz unterschiedlich ausschauen (Flip-Charts, Themenmapping, Video, Pitches, Audio, Visualisierungen, Wiki etc), wichtig ist hierbei, dass die Art der Dokumentation zum gesamten Ablauf passt und stringent erscheint.
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