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25.10.07
Richard Barbrook im net.culture.lab
Gestern hat Richard Barbrook (Information über ihn im Falter-Interview) im Museumsquartier sein neues Buch Imaginary Futures vorgestellt. Sehr gute Präsentation über die Auswirkungen der Entwicklung in den 40er, 50er, 60er Jahres des letzten Jahrhunderts auf das heutige (technologische, gesellschaftliche) Setting. Besonders interessant fand ich die Erwähnung gleich zu Beginn “The future is what it used to be”. Barbrook möchte damit sagen, dass unsere Gegenwart von den Trends/Prophezeiungen die in der Vergangenheit gemacht wurden, bestimmt ist. Im Falter-Interview sagt er hierzu:
Wenn all das ideologisch gefärbte Utopien sind: Was macht dann die „echte” Gegenwart aus? Es ist eine Gegenwart im Fluss, voller Ambiguität. Der Kalte Krieg ist zu Ende, die Apartheid abgeschafft, in den meisten Teilen der Welt hat die Demokratie gesiegt. Die traditionelle Macht ist eigentlich schwach ausgeprägt. … Aber aufgrund dieser Internet-Utopie sehen viele Menschen gar nicht, was man in der Wirklichkeit alles tun kann, um die Welt zu verändern. Es ist nicht das Internet, das die Welt verändern wird, es sind die Menschen. Und die sind in einer stärkeren Position als je zuvor in der Geschichte. Dazu kommt, dass das wirkliche Problem nicht darin besteht, den IMF zu besiegen. Sondern darin herauszufinden, was als nächstes zu tun ist.
Jedoch geht Barbrook noch weiter, indem er feststellt, dass - um die Gegenwart zu verstehen - die Zukunft verstanden werden muss. Dieser Aspekt ist auch zentraler Bestandteil eines Projektes, das ich gemeinsam mit Markus Peschl gerade umsetze: “EmergenteInnovation”. Otto Scharmer’s Überlegungen zur U-Theory fliessen stark in das Innovationsprojekt ein, unter anderem, was Otto Scharmer über die Identifizierung von radikal Neuem sagt: “Learning from the Future as it emerges”.
Learning from the Future is vital to innovation. Learning from the future involves intuition. It involves embracing high levels of ambiguity, uncertainty, and willingness to fail. It involves opening ourselves to the unthinkable and sometimes attempting to do the impossible. But the fears and risks are balanced by feeling ourselves part of something important that is emerging that will truly make a difference.
Hierzu arbeiten wir mit den Teilnehmern verschiedener Organisationen in einem sogenannten “EnablingSpace”, der einen geschützten (physischen, sozialen, intellektuellen, technologischen) Raum bietet, um die fragilen Ideen zu schützen und das Lernen von der Zukunft zu ermöglichen.
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